Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit in der Wohnungslosenhilfe

(EFO und Burckhardthaus)

Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit als methodische Vorgehensweise in der Bundesrepublik gewinnt auch in der Wohnungslosenhilfe zunehmend an Bedeutung. Demnach arbeiten die StreetworkerInnen nicht (nur) in den Räumen einer Institution, sondern begeben sich in das unmittelbare Lebensumfeld ihrer Zielgruppe. Öffentliche Orte wie Strassenecke, Park, Kiosk, Fußgängerzone etc. sind informelle Treffpunkte: Orte der Begegnung für die einen und für andere Stein des Anstoßes.

Nicht zuletzt im Zuge der Neuorientierung und Sozialraumorientierung der Hilfe wird der Ruf nach StreetworkerInnen immer lauter: oft mit der Maßgabe, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Solch geballtem „Bürgerinteresse“ stehen StreetworkerInnen häufig „plan- und konzeptlos“ gegenüber.

 

Aufsuchende Arbeit heißt aber auch: SozialarbeiterInnen begeben sich in das nichtöffentliche bzw. verborgene Lebensfeld ihrer Zielgruppe: auf die „Platten“, in die Gasthäuser, Pensionen, Hotels, in Unterkünfte aller Art. Dieses „unsichtbare“ Elend erregt wenig öffentliches Interesse ebenso wie das im privaten Raum: auch hier findet Aufsuchende Arbeit statt. Sie dient nicht zuletzt dem Wohnungserhalt.

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Ziel

 

Als Praktikerforum dient die Werkstatt der Förderung des Austausches über Erfahrungen und Konzepte; Aktuelle Fragestellungen aus der Praxis werden aufgenommen; Ausloten von Möglichkeiten und Grenzen von Streetwork; Vermittlung von Elementen und Schritten zur Konzeptentwicklung.

Inhalt

 

  • Inhaltliche Bestimmung von Streetwork/ Aufsuchende Sozialarbeit in der Wohnungslosenhilfe (Was ist das?)
  • Standards von Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit (theoretische Erwägungen und Selbstverständnis der Anbieter)
  • Rahmenbedingungen von Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit
  • Konzepte von Streetwork/Konzeptentwicklung
  • Abstimmung und Kooperation mit Diensten und Einrichtungen vor Ort
  • Kontaktaufbau und –pflege (Was muss ich in meiner Organisation tun, damit ich Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit machen kann?; Wie gestalte ich Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit?; Wie kann ich Kontakt aufnehmen?; Wie bin ich erreichbar? Was habe ich anzubieten?)
  • Methoden

    Im Workshop werden theoretische Inputs mit praxisnahen Übungen verbunden; Arbeit in Kleingruppen; Selbstreflexion anhand des eigenen Arbeitsbezugs, Rollenspiel

    Zielgruppe

    StreetworkerInnen (PraktikerInnen) und soziale Fachkräfte, die neben ihrer Tätigkeit in Einrichtungen und Diensten eine Teilaufgabe als StreetworkerInnen übernommen haben; Soziale Fachkräfte, die in absehbarer Zeit Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit durchführen sollen; Aufgabenplaner in Diensten und Einrichtungen, die Streetwork/Aufsuchende Sozialarbeit anbieten wollen.

    Veranstalter

    Ev. Obdachlosenhilfe e.V. (EFO), Stuttgart

    Burckhardthaus e.V. Gelnhausen 

     

    Kursleitung

    Stefan Gillich, Burckhardthaus

    Gerhard Finger, EFO

     

    Kursbegleitung, Referenten

    Franz Herzog (Streetwork München/AK Streetwork)

    Rainer Zimpel (Aufsuchende Arbeit Dortmund/ AK Streetwork)

    Prof. Dr. Titus Simon (Fachhochschule Magdeburg)

     

    Gruppengröße

    20

     

    Termin

    21. – 23. Mai 2001

       

    Anmeldeschluss

    Es ist kein Anmeldeschluss festgelegt. Anmeldungen werden nach Eingangsdatum berücksichtigt.

     

    Tagungsort

    63571 Gelnhausen

     

    Tagungshaus

    Burckhardthaus,  Herzbachweg 2

     

    Kursgebühr 

    300,00 DM  incl. Kurs/Vollpflegung/Übernachtung

     

    Anmeldung bei

    Burckhardthaus, Frau Blum

    Herzbachweg 2, 63571 Gelnhausen

      06051 / 89 212 - Fax 06051 / 89 200

    e-mail: sabine-blum@ecos.net                

     

    Für Rückfragen

    Stefan Gillich: 06051 / 89-258 – Fax 06051 / 89 240

    Gerhard Finger: 0711/2159-725, -724 / Fax 0711 /2159-569

                                e-mail: wohnungslose@diakonie.de